Kein Kabel, kein Benzin – Der Einhell Akku-Rasenmäher GE-CM

Eigentlich war ich bisher mit meinem Benzin Rasenmäher vom Discounter ganz zufrieden. Für knapp 4 Jahren sprang dieser ohne viel murren an und auch der Antrieb „war“ seinerzeit Gold wert. Dennoch gab es auch ein paar Nachteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Erstens muss immer Benzin vorrätig sein, zweitens ist so ein Triebwerk echt nicht leise und zu guter Letzt treibt mich der Antrieb mittlerweile in den Wahnsinn. Aber warum?

Damals gut, heute nur noch nervig

Verborgenes schafft ja Spannung und ein strukturierter Garten, bei dem das Auge nicht alles überblicken kann, regt bekanntlich die Fantasie an. Also wurde der Garten ordentlich mit „Hindernissen“ versehen! Hier ein Freisitz, da ein paar Hochbeete, dort eine Feuerstelle und hier und da ein Gartenspiel. Fantasie kennt ja keine Grenzen und so schrumpft die einst 450 qm große Rasenfläche (eigentlich Wiesenfläche) auf etwa 250 qm. Natürlich bespickt mir allerhand Gartenequipment und sogenannten „Wohlfühloasen“. Das erfreut zwar das Auge, aber das Chauffieren mit dem Rasenmäher ist dadurch um einiges schwerer geworden.

Eckt man jetzt irgendwo mit dem angetriebenen Mäher an, dass passiert mir mittlerweile öfter als einem lieb ist, drehen die Räder durch und hinterlassen deutlich sichtbare „Burnouts“ in der Wiese. Hinzu kommt noch das ständige vor und zurück, denn einen Rückwärtsgang besitzen die wenigsten Rasenmäher und zurück muss man auf meiner Wiese mittlerweile sehr häufig. Hinzu kommt das so ein angetriebener Benzin Rasenmäher ein ordentliches Eigengewicht besitzt, was ein umkurven und ständiges zurückfahren ohne Antriebsunterstützung zusätzlich erschwert.

Leicht und kabelfrei, der Einhell GE-CM 43

Des Rätsels Lösung ist ein leichter, aber im Sinne der Stromversorgung autarker Rasenmäher. Der „Einhell GE-CM 43 Li M“ (Amazon) schien mir hierfür die richtige Wahl zu sein. Zumal es mit dem Power X-Change Akkus beinahe unendlich viele Geräte gibt und ich den Rasentrimmer (Amazon) und Bohrhammer (Amazon) davon besitze.

Der Einhell GE-CM 43 soll mit seinen zwei 4,0 Ah-Akkus eine Rasenfläche von bis zu bis 600 qm abmähen können. Da bei mir maximal 300 qm Rasen… sorry ich meinte natürlich Wiese vorherrschen, sollte der Mäher mit einer Akkuladung keine Probleme damit haben.

Technische Daten lt. Hersteller

  • System Akku Power X-Change Battery
  • Akku-Füllstandsanzeige mit 3 LEDs
  • Akkus für weitere Power X-Change Geräte verwendbar
  • Inklusive 2 System-Schnellladegeräte
  • Einhell Brushless Motor – mit bürstenlosem Elektromotor
  • 6-stufige zentrale Schnitthöhenverstellung (25/35/45/55/65/75 mm)
  • 3-fach höhenverstellbarer Führungsholm
  • Klappbarer Führungsholm
  • Integrierter Tragegriff zum einfachen Transport
  • Grasfangbox mit Füllstandsanzeige (63 Liter)
  • Mulchkit
  • Schnittbreite 43 cm
  • Länge 825 mm, Breite 480 mm, Höhe 445 mm
  • Produktgewicht 16.5 kg

Erster Kontakt

Geliefert wird der Rasenmäher in einem kompakten Karton, in diesem der Rasenmäher zugleich seine kompakteste Stauform präsentiert.

Allzu viel Zubehör liegt dem Mäher zum Glück nicht bei und der Utensilienberg beschränkt sich im wesentlichen auf zwei Akkus, zwei Ladegeräte, dem Auffangkorb (zerlegt), zwei Rohre aus Alu, einem Einsatz zum mulchen und einem seltsamen Sicherheitsstecker.

Der Sicherheitsstecker wird benötigt um überhaupt mähen zu können. Ist dieser entfernt, geht am Mäher nix mehr. Quasi der Zündschlüssel des GE-CM 43.

Montage des GE-CM 43

Die Montage gestaltet sich relativ einfach und sollte mit der Montageanleitung auch ohne Probleme bewerkstelligt werden. Im Großen und Ganzen klemmt man mit den Schnellspannschrauben die Alurohre an den Korpus des Mähers…

…und befestigt daran den Haltegriff mit der Einschaltsperre (roter Knopf) und dem Sicherungshebel. Möchte man jetzt nur mulchen, wäre der Aufbau auch schon erledigt.

Möchte man das Schnittgut aber auffangen, wird es etwas Tricky mit der Montage des dreigeteilten Fangkorbs. Diese drei Gehäuseteile lassen sich am besten verknüpfen indem man an einer Stelle anfängt und Zug um Zug weitermacht. Ein einfaches zusammenstecken, wie in der Beschreibung angedeutet, funktioniert eher nicht.

Dennoch ist es kein wirkliches Problem und nach knapp 5 Minuten ist auch diese Beschäftigungstherapie erledigt. Zum Schluss werden noch die zwei Akkus im „Motorraum“ platzieren und der oben genannte „Sicherheitsstecker“ gesteckt.

Auf dem Bild fehlt dieser noch, seine Platzierung wird aber unmissverständlich durch eine Plakette dargestellt.

Fertig zusammengebaut kann es auch schon zum ersten Test in Richtung Wiese losgehen.

Darf ich mich vorstellen, ich bin der „Brushless Motor“

Sicherungsknopf gedrückt, Sicherungshebel gezogen und nix passiert. Also alles nochmal loslassen und nochmal probieren, vielleicht habe ich ja irgendetwas Falsch gemacht. Aber wieder nix! Verdammtes Teil, was mache ich nur Falsch? Ganz einfach, der Einhell startet mit etwa einer Sekunde Verzögerung und das hat mir bei den ersten Versuchen anscheinend doch zu lange gedauert.

Also gut, diesmal mit mehr Geduld. Sicherungsknopf drücken, Sicherungshebel anziehen und eine Sekunde warten, schon heult der Motor los und zwar echt laut. In etwa mit einem alten Elektrorasenmäher vergleichbar und viel lauter als ich erhofft habe.

Der Grund liegt im bürstenlosen Motor. Dadurch dreht der Einhell beim Einschalten erst einmal mit Höchstdrehzahl und fährt nach ein paar Sekunden auf die Mindestdrehzahl zurück. Sobald der Motor wieder mehr leisten muss, erhöht sich die Drehzahl wieder. In der niedrigsten Drehzahl ist der Motor angenehm leise, da könnte man glatt Sonntags mähen *grins*.

Erster Feldversuch, normale Rasenhöhe

Bei der im Bild vorhandenen Halmlänge von knapp 12 cm und eine Schnitthöhe von 55 mm, musste der Motor kein einziges mal höher drehen. Das ist fast ein bisschen unheimlich, da mein Ohr bisher an deutlich hörbares absicheln gewöhnt war.

Das zirkeln vorbei an Ahorn und Co bereitet bei weitem weniger Aufwand als noch unter dem Mäher mit August Ottos Erfindung. Was nicht zuletzt auch am geringen Gewicht und der kompakteren Form des Probanden liegt.

Nach knapp 300 qm, oder 2,5 Körbe Schnittgut, wird es Zeit die Akkustandsanzeige abzulesen. Erfreuliche zwei von drei Balken leuchten noch, also irgendetwas zwischen 50 und 75% Restkapazität.

Zweiter Feldversuch, echte Wiese

Der zweite Feldversuch bestand darin eine echte Wiese zu mähen, also mit Halmen jenseits der 25 Zentimeter. Die etwa 75 qm große Fläche ließ ich hierfür extra wachsen. Beim ersten reinfahren ins Dickicht heulte der Motor erwartender Weise auf und regelte sich über die ganze Mähdauer hinweg auch nicht mehr nach unten.

Das Ergebnis war aber mehr als zufriedenstellend, was sicherlich auch zum Teil am nagelneuen Messer liegt. Ein Blick auf die Akkuanzeige zeigt noch einen Balken Restkapazität.

Fazit

Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl der Mäher sei überfordert. Selbst dann nicht, als ich mich an die echt hohe Wiese ranmachte. Insgesamt wurden so knapp 375 qm gemäht, was in etwa eine halbe bis Dreiviertel Stunde dauerte. Der Akku hatte damit keine Probleme und zeigte am Ende noch 1/3 Restkapazität. Mittlerweile liegen schon einige Mähwochenenden hinter mir. Bei regelmäßigen Rasenschnitt hält der Einhell locker zweimal durch, erst dann müssen die Akkus wieder aufgeladen werden.


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Einhell Akku-Rasenmäher GE-CM 43 Li M Kit Power X-Change (Li-Ion, 36 V, bis 600 m², 43 cm Schnittbreite, 6-stufige zentrale Schnitthöhenverstellung, inkl. 2 x 4,0 Ah-Akku und 2 x Ladegerät)
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  • Geringes Gewicht, einfache Handhabung und perfekte Ergonomie durch höhenverstellbaren Führungsholm
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  • Rasenschonende Highwheels und 6-fache zentrale Schnitthöhenverstellung
  • Platzsparende Aufbewahrung durch klappbaren Führungsholm mit Schnellverschlüssen

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